blockupy warmup demoAm Samstag, den 11.05.13, fand in Form einer antikapitalistischen Warm-Up Demonstration in Köln die Schwerpunkt-Aktion des Bündisse Blockupy NRW statt. Nachdem bereits auf dem 1.Mai in sowie beim Euromayday 4 Tage darauf (beides Dortmund) das lokale Blockupy Bündnis vertreten war, war dies nun die letzte Aktion vor den Aktionstagen am 31.05. und 01.06. in Frankfurt selbst.

Unter dem Motto „So, wie es ist, bleibt es nicht. Kapitalismus abschaffen!“ zogen ca. 350 Leute durch die Kölner Innenstadt, vorbei an Akteueren der Krise bis zum Institut der deutschen Wirtschaft. Die Demo lief u.a. eine lange Strecke über die zentralen Ringe, wo Samstags die größten Menschenmassen verkehren. Die Demo zog mit sämtlichen Schildern und Sprechblasen gegen die Krise hohe Aufmerksamkeit auf sich. Zudem beflyerten viele Aktivist_innen die Passanten am Rande des Aufzugs und warben nicht nur für das eigene Anliegen an diesem Tag, sondern auch für die Aktionstage in Frankfurt.In sämtlichen Redebeiträgen während der ganzen Demo wurde – so wie auch im Konzept von Blockupy Frankfurt enthalten – in kapitalismuskritischer Manier auf Krisenphänomene Bezug genommen. So wurden Arbeits- und Klassenkämpfe, die es auch in Deutschland gibt, zumindest verbal für einen Moment aus der Unsichtbarkeit geholt und zur Organisation jenseits der korporatistischen Großgewerkschaften aufgerufen. Der in ganz Europa, unabhängig ob „Gewinner“ oder „Verlierer“ der Krise, grassierende Rassismus als vermeintlicher Krisenlösungsansatz wurde in Angriff genommen; besonders auf das deutsche Abschieberegime mit Knotenpunkten an Flughäfen wie in Düsseldorf oder eben Frankfurt (dazu soll es auch in Frankfurt eine Aktion am Flughafen geben: Blockupy Deportation Airport) wurde eingegangen. Eine Kritik an der Bankenrettung wurde ebenfalls laut.

Letztendlich wurde auch das Institut der deutschen Wirtschaft als das entlarvt, was es durch den Mantel der Wissenschaftlichkeit gerne verhüllt: eine Ideologiefabrik für die Krisenlösung im Sinne der Austerität sowie Spar- und Kürzungsdiktat und eine der ausführendes Instanzen für das neoliberale Dogma „There is no alternative“.

Der Anspruch der Demoorganisation, neben einem kraftvollen und entschlossenen Ausdruck auch einen aktionistische Komponente („Krisenakteure markieren“) zu vermitteln, wurde erfüllt. Im Bankenviertel Kölns wurde ein kritischer, feministischer „Finanztanz“ performed. Repräsentativ für verschärfte Ausbeutung und systematische Angriffe gegen insbesondere prekär Lohnabhängige wurden Styropor-Steine mit Solidaritätsmessages für die Beschäftigten an einer Maredo-Filiale angebracht. Unter Rauchbomben und Böllern wurde das in NRW tourende Riesentranspi direkt von der Domplatte über die Demo entrollt. Als die Demo gegen Ende hin am IW ankam, wurde dieses mit Wasserbomben als Krisenakteur und -profiteur markiert. Die Demo zog dann zurück zurück zum Hauptbahnhof und löste sich problemlos auf.

Karla Kern, Sprecherin des Bündnisses Blockupy NRW, erklärte nach der Demonstration:

„Insgesamt sind wir sehr zufrieden mit unserer Demonstration. Trotz wechselhaftem Wetter sind doch einige Hundert Menschen erschienen und haben eine lautstarke und optisch ansprechende Demo durch die Kölner Innenstadt zu Stande gebracht. Die Breite des Spektrums kam in verschiedenen Redebeiträgen zum Ausdruck. Nicht zu vergessen ist, dass wir quasi als WarmUp Krisenakteure markieren konnten und mehr als bloß eine Latschdemo hinlegten. NRW ist bereit für Blockopy Frankfurt!“

Mehr Fotos bei strassenstriche.net

Der Jingle der auf der Demo gespielt wurde…
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